Erhöhtes Risiko von Astabbrüchen bleibt trotz Regenfällen

Die lange Trockenheit und die hohen Temperaturen haben zu einer aussergewöhnlichen Belastung von Bäumen geführt. Aufgrund des Wassermangels kann es insbesondere bei Buchen vermehrt zu Grünastabbrüchen kommen. Dabei können Äste auch ohne Wind oder andere erkennbare äussere Einwirkungen plötzlich abbrechen und zu Boden stürzen. Diese Gefahr ist auch durch die Regenfälle der letzten Tage nicht gebannt!
Forstbetrieb und Gemeinde beobachten die Entwicklung aufmerksam. Eine vollständige Kontrolle aller Bäume entlang von Strassen, Wegen und in Waldgebieten ist jedoch nicht möglich.
Weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich
Die Bevölkerung wird gebeten, sich der erhöhten Gefährdung bewusst zu sein und bei Aufenthalten im Wald und im Bereich von Bäumen weiterhin besondere Vorsicht walten zu lassen.
Wir empfehlen insbesondere:
• Sich nicht unter grossen Bäumen, insbesondere unter Buchen, aufzuhalten.
• Auf das Musikhören über Kopfhörer zu verzichten, auf auffällige Geräusche wie Knacken, Knirschen oder Brechen von Ästen zu achten und gefährdete Bereich sofort zu verlassen.
• Bei Sturm oder starkem Wind den Waldbesuch zu verschieben.
Eigenverantwortung beim Betreten von Waldgebieten
Das Betreten des Waldes erfolgt grundsätzlich auf eigene Verantwortung. Waldbesucherinnen und Waldbesucher sind angehalten, die örtlichen Verhältnisse zu berücksichtigen und ihr Verhalten den erhöhten Risiken anzupassen.
Waldbrandgefahr
Auch beim Thema Waldbrand ist weiterhin besondere Vorsicht erforderlich. Im Kanton Aargau gilt aufgrund der sehr grossen Waldbrandgefahr ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot. Dieses gilt auch für bestehende Feuerstellen im Wald und am Waldrand.
Die erhöhte Gefahr durch Grünastbrüche ist erst nach genügender Regenmenge und tieferen Temperaturen gebannt. Der Forstbetrieb und die Gemeinde danken der Bevölkerung für ihre Aufmerksamkeit und ihr verantwortungsbewusstes Verhalten.